28. Januar 2020

Webdesign lernen - Die ersten Schritte für erfolgreiches Webdesign

Inhaltsverzeichnis

    Die ersten Schritte für erfolgreiches Webdesign

    Webdesign lernen bedeutet weit mehr als nur programmieren zu lernen. Im Prinzip ist es nicht einmal nötig programmieren zu können, wenn sich der Designer von einem fähigen Programmierer unterstützen lässt. Was ist nun eigentlich Webdesign? Wie fängt man als Anfänger an und was unterscheidet gutes Webdesign von gewöhnlichem Webdesign? All diese Fragen versuche ich hier zu ergründen.

    1. Webdesign lernen – das Grundverständnis

    Wenn man dem Namen folgen würde, hieße Webdesign ungefähr Gestaltung des Internets. Das wäre auch richtig, aber dieser Ansatz beinhaltet eine Falle. Man darf Gestaltung nicht als Kunst sehen. Kunst ist schön, ästhetisch, außergewöhnlich, schick und vieles mehr.

    Webdesign muss aber eins sein. Nämlich: Nützlich!

    Jede Webseite hat einen Zweck, ein Ziel. Vielleicht geht es um den Verkauf von Produkten oder es geht um die Verbreitung von Informationen. Webdesign hat die Aufgabe, dieses Ziel bestmöglich zu erreichen und nichts anderes.

    Das Design darf niemals dem Inhalt im Weg stehen! Sondern muss den Inhalt immer unterstützen. Das ist der wichtigste Grundgedanke.
    Denn wenn du eine Seite erstellst, die Produkte verkaufen soll und an jeder Ecke leuchtet und blinkt es, verlierst du den Fokus des Besuchers vom eigentlichen Kaufprozess. Da können das Blinken und Leuchten noch so schön und aufwendig gestaltet sein.

    Mit dieser Grundsatzregel hast du im Prinzip die halbe Miete bereits gelernt.

    2. Was ist nun demnach gutes Webdesign?

    Ursprünglich wollte ich hier ein paar Tipps geben, was man für gutes Webdesign können muss. Aber nach reiflicher Überlegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ein paar Tipps nicht helfen.

    Gutes Webdesign hat nur einen kleinen Teil mit Gestaltung zu tun. Es ist eine übergreifende Disziplin vieler Fertigkeiten.

    Zu Beginn stehen dort Planungen und Analysen. Was ist das Ziel der Webseite? Welche Besucher sollen angezogen werden? Welche Interessen haben die Besucher? Wer sich vielleicht im Bereich SEO auskennt, weiß sicherlich bereits mehr oder weniger etwas von diesen Kunden- und Besucheranalysen.

    Vieles am Webdesign ist daher auch psychologisch. Ein Designer muss Wissen über Verkaufspsychologie und Designpsychologie mitbringen. Welche Bedeutung spielen Farben? An welchen Stellen sind Links wichtig, um dem Kunden Informationen zu geben, die er sucht? An welcher Stelle schaden Links, weil Sie den Nutzer vom eigentlichen Thema ablenken?

    Im Endeffekt folgt jegliches Design den drei Fragen:

    • Was muss gemacht werden?
    • Warum muss es gemacht werden?
    • Wie muss es gemacht werden?

    Daher ist natürlich auch ein richtig gelerntes Handwerk wichtig. Denn nur wer weiß wie etwas geht, wird es auch richtig umsetzen können.
    Dazu gehört die Fotografie, das Programmieren, Bildoptimierung, Marketing, Suchmaschinenoptimierung und mitunter auch das Texten guter Texte.

    Das ist längst nicht alles und daher steht fest:

    Wenn du Webdesign lernen willst, dann wähle dir eine Kategorie aus, die du lernst und perfektionierst. Anstatt alles ein bisschen zu können, musst du der Experte in deinem Thema werden. Vollständiger Fokus!

    Für alle anderen Bereiche baust du dir ein Netzwerk aus guten Kontakten auf. Richtig erfolgreich kannst du als Einzelgänger nicht werden. Ein Team aus vielen Experten, hängt den Alles aber nicht richtig-Könner einfach ab.
    Was ich allerdings für die entscheidendste Qualität von gutem Webdesign halte, ist: Kundenorientierung bzw. Besucherorientierung!

    Biete mit deiner Webseite den Besuchern den mit Abstand größten Mehrwert, den sie finden können. Das heißt gute Texte, passendes Design, aber vor allem: Authentizität und Vertrauen.

    Erzähle nicht das Blaue vom Himmel nach dem Motto „Wie du in einem Monat 50.000€ verdienst! Wie das geht zeige ich dir.“, sondern „Es kostet Blut, Schweiß und Tränen sich etwas mühsam Tag für Tag aufzubauen, um am Ende 50.000€ im Monat zu verdienen. Wenn du bereit bist alles zu geben, zeige ich dir wie das geht.“ Aber auch nur dann, wenn du den Weg selbst schon gegangen bist.

    Nichts ist für Webdesign wichtiger als diese Ehrlichkeit und Vertrauen und bringt nachhaltig den größten Erfolg.

    Ich könnte noch so viel mehr über gutes Webdesign erzählen, stattdessen schauen wir uns einige Faktoren im Detail an, zwischen denen du dich entscheiden, das heißt spezialisieren, solltest, wenn du Webdesign lernen möchtest.

    3. Webdesign lernen: Erst das Konzept und dann das Design

    Webdesign ist fast niemals ein standardisierter Prozess. Der Ablauf ist fast immer verschieden und hängt ganz vom Thema und von der Zielgruppe ab.
    Entwirf zunächst ein Konzept. Ob ein Projekt gelingt oder scheitert, entscheidet sich meistens schon in der Planungsphase. Du notierst dir so viele Fakten wie möglich: Thema der Seite, Zielgruppenausrichtung, welche Unterseiten sind nötig, Konkurrenz und Wettbewerb, visuelles Konzept, Corporate Design und so weiter und so fort.

    Danach planst du dir den Ablauf. Welche Vorarbeiten sind nötig? In welcher Reihenfolge beginnst du? Von wem benötigst du Unterstützung?
    Das Schlüsselwort hier ist: Projektmanagement.

    Webdesign ist in der Mehrzahl aller Fälle ein Projekt. Beschäftige dich eingehend damit, wie du Projekte erfolgreich absolvierst. Die bekanntesten Methoden sind dabei Frameworks wie Kanban, Scrum, DevOps, Prince2.

    4. Webdesign lernen: XHTML und CSS

    XHTML (eXtensible Hyptertext Markup Language) und CSS (Cascading Style Sheets) stellen die Grundlage jeder modernen Webseite dar.

    Mit XHTML werden die Inhalte der Seite strukturiert und diese bekommen eine Bedeutung zugewiesen. Dazu werden bestimmte Tags benutzt, die so aussehen:

    <head> </head>
    <body> </body>
    <title> </title>

    Der Text zwischen diesen Tags wird dadurch mit einer Bedeutung versehen. Alles was zwischen <title> </title> steht, ist der Titel der jeweiligen Webseite.

    CSS ist hingegen befasst sich nicht mit dem Inhalt einer Seite, sondern dem Aussehen. Theoretisch funktioniert eine Webseite auch ohne CSS. Dann ist alles weiß mit schwarzer Schrift.

    Als Webdesigner solltest du ein Grundverständnis für beide Sprachen haben, dich im Laufe aber zunehmend auf eine spezialisieren. Die passende Einführungsliteratur findest du schnell. Es gibt zahllose gute Tutorials, Guides und Bücher auf dem Markt.

    Heutzutage kann man allerdings auch schon ohne Programmierwissen die eigene Webseite beginnen. WordPress und andere Content-Management-Systeme bieten so viel Vorarbeit, dass man die ersten Schritte ganz ohne Vorwissen schafft.

    5. JavaScript lernen

    Was ist JavaScript?

    JavaScript ist eine Programmiersprache mit der es möglich ist, Benutzerinteraktionen auszuwerten, Inhalte zu verändern, nachzuladen oder zu generieren und so die Möglichkeiten von HTML und CSS zu erweitern.

    Es handelt sich also sozusagen um eine Zusatztechnik, die vom Webbrowser interpretiert und in Prozessoranweisungen übersetzt wird.
    Beispielsweise ist jede Art von Formular und Eingabe des Benutzers auf der Basis von JavaScript programmiert.
    Der Clou ist allerdings, dass die meisten Anwendungen bereits in irgendeiner Form bereits programmiert sind und du eine Vielzahl davon direkt im Internet findest.
    Bei WordPress werden diese Skripte als Plugins bezeichnet. Mit über 50.000 Plugins hast du bereits eine riesige Auswahl. Ein eigenes Script zu programmieren wird es nötig, wenn du kein vorgefertigtes findest. Deshalb steht JavaScript auch erst an dritter Stelle weit hinter XHTML und CSS.

    6. Webdesign lernen: Bildbearbeitung

    Programmierung ist bei weitem nicht alles. Vor allem wenn du eher künstlerisch aktiv bist und Fotographie oder Zeichnen deine Hobbies bilden, dann ist Bildbearbeitung und Optimierung sicherlich eher deine Kategorie.
    Photoshop und ähnliche Tools wie Gimp sind hier das, womit du dich vertraut machen musst. Nahezu jeder Webdesigner beherrscht den Umgang mit irgendeinem Bildbearbeitungsprogramm.
    Mit Photoshop kannst du die eigene Webseite gestalten bevor du diese überhaupt mit HTML und CSS beginnst umzusetzen. Farben und andere Anpassungen lassen sich dort viel schneller umsetzen als wenn du immer wieder den Code änderst, um die neue Gestaltung zu begutachten.

    7. Suchmaschinenoptimierung

    Da in etwa 99% aller Webseitenaufrufe im Internet mit einer Suchanfrage bei Google und anderen Suchmaschinen beginnen, gehört SEO ebenfalls zu einer zentralen Aufgabe jedes Webdesigners. Zumindest, wenn du willst, dass deine Seite auch gefunden wird.
    Eine Alternative wären Social Media Kanäle. Diese eignen sich aber meistens nur für kurzfristige Kampagnen. Aber ich will es hier einmal erwähnen, da auch Social-Media Marketing dein Fachgebiet sein könnte, wonach du suchst.
    Nur die obersten Ergebnisse in der Google-Suche werden in der Regel auch geklickt. Weniger als 1% schauen auf Google Seite 2. Doch der Wettbewerb ist bei fast allen Keywords mittlerweile groß.
    Google hält den Algorithmus, mit dem Seiten gelistet werden jedoch geheim. Keiner weiß zu 100% wie dieser funktioniert. Außerdem wird dieser auch ständig angepasst. Mittlerweile wurden bereits mehrere hundert Regeln aufgestellt, die eingehalten werden müssen, um eine Seite erfolgreich zu ranken.
    Falls du dich für Suchmaschinenoptimierung interessierst, kannst du dich hier in meinem Blog mit den wichtigsten Grundbegriffen vertraut machen.

    Fazit: Lerne durch Praxis & schaffe dir ein Netzwerk

    Um es auf den Punkt zu bringen: Webdesign wirst du niemals lernen, wenn du es nur theoretisch versuchst. Try and Error ist angesagt. Viele Fragen stellen sich überhaupt erst, wenn du es praktisch versuchst.
    Definiere dir ein Projekt, setze dir kleine Ziele und fang einfach an.
    Dass du dich mit der Zeit spezialisieren solltest, habe ich dir bereits mehrfach gesagt. Ich selbst habe mittlerweile ein wachsendes Team aus Designern, Textern, Grafikern, Fotographen, Social-Media-Beratern, Marketingexperten, SEO-Experten.
    Wir stehen dir gern zur Seite, wenn du Fragen hast und Hilfe in einem bestimmten Bereich brauchst. Viel Erfolg.

    1 Kommentar zu “Webdesign lernen - Die ersten Schritte für erfolgreiches Webdesign”

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