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WordPress Slug

Was ist ein WordPress Slug?

Der Begriff „Slug“ bezeichnet bestimmte Teile einer URL. Ein Slug kann aus einem Wort aber auch aus mehreren Wörtern bestehen. Slugs können von Suchmaschinen eingelesen aber auch von Nutzern verstanden werden.

Oft wird der Begriff „Slug“ im Verlags- und Medienwesen verwendet. Befinden sich zum Beispiel Artikel oder Newsbeiträge in Arbeit mit der Aussicht auf Veröffentlichung, werden sie kurzerhand als Slug bezeichnet. Er wird aber auch bei Werbekampagnen und Serienformaten genutzt, um einzelne Anzeigen bzw. Beiträge zu bezeichnen.

Slugs findet man üblicherweise am Ende einer URL, bzw. den letzten Teil einer URL, der sich als Pfadangabe an die Top-Level-Domain anschließt. Dadurch dass er die Struktur eines Links verändert, eine Optimierung des Permalinks ermöglicht und somit eindeutig ein Beitrag oder eine Seite identifiziert, kann er für jeden Inhaltstypen nur ein einziges Mal vergeben werden.

Die bekannteste Verwendung dieser Funktion ist die Generierung des Permalinks für einen Beitrag oder eine Seite. In der Regel generiert WordPress automatisch einen Slug aus dem Titel und setzt den permanenten Link anhand von der Basis der Permalink-Struktur zusammen. Das Ergebnis dessen ist ein sinnvoller Permalink, der den Inhalt einer Website klar und deutlich beschreibt.

Slugs helfen der User Experience

Dabei dient die Anpassung von Slugs nicht nur der Suchmaschinenoptimierung, sondern auch dem Nutzer. Mit einem sinnvollen Permalink kann der Nutzer das Thema der Inhalte schnell erfassen oder unter Umständen auch Teile der URL löschen und somit die Ebenen in der Informationsarchitektur wechseln. Damit kann dann die URL in sozialen Netzwerken geteilt werden.

Arbeitet man mit WordPress werden Beiträge stets mit einer Standard Identifikationsnummer (kurz ID) gekennzeichnet, die dadurch auf den jeweiligen Beitrag oder Post im Blog verweist. Dadurch entstehen mitunter Probleme wie zB. dass ID-Nummern weder für Leser noch Suchmaschinen Sinn ergeben.

Dokumente oder aufgerufene Seiten können auf diese Weise zwar eindeutig referenziert werden, aber es wird dabei kein Hinweis auf den Inhalt angegeben. Dafür sind Slugs sehr nützlich. Denn damit kann eine Ressource mithilfe von Keywords, die von Mensch und Maschine gelesen werden können, identifiziert werden.

Meistens werden die Keywords klein geschrieben und wie beschrieben meistens automatisch generiert. (zumindest, wenn entsprechende Einstellungen vorgenommen wurden). Es gibt noch weitere Arten, wofür Slugs vergeben werden können:

  • Kategorien
  • Tags
  • Pages (Unterseiten)

Je nach Bedarf gibt es viele verschiedene Wege Permalinks oder Slugs in WordPress anzupassen. Dabei sind die allgemeinen Einstellungen der WordPress Site der richtige Ort, wenn die grundlegende URL-Struktur auf der Seite geändert werden soll. Auf der linken Seite des Backends besteht die Möglichkeit einen der Struktur-Vorschläge auszuwählen oder einen individuellen Aufbau erstellen zu können.

Dadurch, dass selbst entschieden werden kann was optimal ist, gibt es keine Ideal-Einstellung in diesem Kontext. Individuelle Websites erfordern individuelle Slugs, dabei bieten sich manche URL-Strukturen mehr und manche weniger an. Anschließend normalisiert WordPress jede URL eines Beitrages nach dem vorgegebenen Schema. Das heißt jede Zeichenkette wird in Kleinschreibung formatiert, spezielle Zeichen werden entfernt (da diese eine Dekodierung erfordern) und Leerzeichen werden auch ausgetauscht. Diese haben dann einen Bindestrich/Unterstrich der stattdessen eingefügt wurde. Daraus resultiert eine sprechende URL, deren letzter Teil (die URL Slug) automatisch verändert worden ist.

Falls eher ein manueller Slug gewünscht ist sollte man unbedingt auf ein paar kleine Dinge achten:

  • Verwendung von Keywords (leichte Erkennbarkeit des Inhaltes der Website)
  • Stoppwörter entfernen (nicht hilfreiche Wörter wie „der die das“ auslassen)
  • Kurzfassen! (je kürzer desto besser für Nutzer und für die Analyse)
  • 1 Domain und 1 Subdomain (Inhalte von zwei verschiedenen Subdomains werden manchmal unterschiedlich gewichtet und kann zu Probleme des Rankings führen)
  • Streichen von dynamischen Parametern (Zahlen, Symbole oder Gleichungen auslassen)
  • Wenige Seitenkategorien (hilft dabei die URL kurz zu halten und leicht lesbar zu machen)

Was bedeutet dies für die Suchmaschinenoptimierung?

URL Slugs werden deutlich von Suchmaschinen angezeigt. Wenn Nutzer nach Keywords suchen, werden diese nach der Suche fett markiert und sind somit sofort für den Nutzer sichtbar. Dadurch sehen Nutzer auf einen Blick, ob die angegebenen Websites die erwünschten Informationen enthalten oder ob weiter gesucht werden müssen.

Slugs sollten also möglichst so verändert werden, dass sie suchmaschinenkonform sind. Dies wirkt sich nicht nur auf Nutzer von Suchmaschinen aus, sondern auch für die Websites selbst, denn diese strahlen dann mit erheblichen Klickraten die natürlich mehr Traffic generieren. Die Algorithmen auf Google berücksichtigen bestimmte Websites mehr, wenn diese in ihrer Kategorie die meisten Klicks erzeugen und den Nutzern die nach bestimmten Keywords suchen dadurch relevante Informationen liefern.

Slugs helfen außerdem besser mit tatsächlichen Nutzern zu kommunizieren. Je nachdem welche Keywords fett von Google angezeigt werden und je weiter oben die URLs angezeigt werden, desto wahrscheinlicher werden sie von Nutzern, die bei Google nach Kriterien gesucht haben, angeklickt. Offensichtlich spiel hierbei der Rang der Ergebnisse eine entscheidende Rolle.

Grundlegend sollte die URL-Struktur auf klaren, sprechenden, aber auch kurzen Bezeichnungen aufgebaut sein, um sowohl Nutzern als auch Suchmaschinen den Umgang zu vereinfachen. Denn dies hat langfristigen Nutzen, sodass die Inhalte auch nach Jahren noch verwendet werden können.

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Über den Autor

Philipp Pistis ist seit 2009 Webdesigner und Programmierer. Er hat mit seinem Team bereits über 300 WordPress Projekte erfolgreich umgesetzt und teilt sein Wissen hier auf diesem Blog.

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