URL

Was ist eigentlich eine URL?

Täglich suchen Millionen Menschen im Internet nach Dingen, die sie interessieren, versuchen sich Informationen zu verschaffen, die sie brauchen und klicken sich dabei durch das Web. Um eine Website anzusteuern, benötigt man eine Webadresse bzw. eine Internetadresse.

Was im umgangssprachlichen Gebrauch einfach Link genannt wird, lautet als Fachbegriff korrekterweise URL (Uniform Resource Locator). Übersetzt bedeutet URL so viel wie „einheitliche Ressourcenanzeige“. Dabei handelt es sich um einen Standard, mit dem bestimmte Inhalte im Web aufgerufen werden. Die hauptsächliche Funktion der URL ist das Ansteuern der entsprechenden Webseiten.

Ein Beispiel dafür, was täglich beim Browsen genutzt wird, ist die Eingabe eines Webseitennamens in die Suchleiste des Internetbrowsers. Nehmen wir an „Facebook“ ist das Ziel. So wird „http://www.facebook.de“ in die Suchleiste des Browsers eingegeben. Durch die Eingabe dieser URL weiß der Browser, welche Seite gesucht wird und welche Seite er öffnen soll. Da die Browser für das Öffnen von Webseiten ausgelegt sind, ist der „http://www.“ Teil nicht einmal nötig.

Bestandteile einer URL

Eine URL besteht aus mehreren Teilen, die für Laien nicht ganz einfach zu verstehen sind. Für die folgende Erklärung bleiben wir beim Beispiel der URL von Facebook. Genauer genommen nehmen wir eine einzelne spezielle Webseite von Facebook und färben die einzelnen Bestandteile für die genaue Erklärung ein:

https://www.facebook.com/Death-Device-102841964816931/about/?ref=page_internal

Protokoll-Präfix:

Am Anfang steht das Protokoll-Präfix, welches für Webseiten HTTP oder HTTPS lautet.

Portnummer:

Auf den Präfix folgt stets eine Port-Nummer, die in der Regel Port-Nummer 80 lautet. Daher wird diese Nummer gar nicht erst angezeigt. Falls die Nummer in spezifischen Fällen abweicht, ist sie leicht in der URL ablesbar.

Domain-Name oder auch IP-Adresse

Dieser Teil sollte jedem bekannt sein, da es sich hierbei um die Hauptadresse der Webseite handelt. Sozusagen die Eingangstür. Eine Alternative dazu wäre es die IP-Adresse einer Seite einzugeben. Jedoch wird in den meisten Fällen die Eingabe des Domain-Namen genutzt, da dies um einiges einfacher einzugeben ist und nur in Ausnahmefälle eine IP-Adresse. Zum Beispiel wenn man den eigenen Router ansteuert.

Name des Unterverzeichnisses

Bei Facebook ist eine Vielzahl an Seiten aufrufbar, weswegen ein Verzeichnis unumgänglich ist. Jede Unterseite einer Website erhält eine eigene Bezeichnung, oftmals auch einfach eine generische Abfolge von Ziffern und Zeichen. Auf diese Weise ist eine optimale Nutzung gegeben und die Suche nach bestimmten Seiten möglich. Außerdem bietet das Verzeichnis einen Überblick über alles, was sich auf einer Seite befindet. Bei Facebook zum Beispiel den Markt, die Videos, den Feed o.ä.

Dateiname

Der Inhalt in einem Verzeichnis variiert. Möglicherweise steckt in einem Verzeichnis noch ein Unterverzeichnis oder auch einzelne Dateien. Bei Webseiten handelt es sich dabei meist um Dateien vom Typ HTML.

URLs richtig im Browser nutzen

Wie bereits gesagt sind die gängigsten Webseitenformate HTTP und HTTPS. Ebenso kann aber auch „ftp“, „file“ oder „mailto“ als Protokoll-Präfix verwendet werden. Mit diesen Formaten lassen sich bestimmte Dateiserver über den Browser öffnen wie z.B. Dateien von ihrem Computer oder eine Email an eine bestimmte Adresse.

Als Beispiel wird in der URL-Leiste der Befehl “mailto:mina@muster.de” eingegeben und die Eingabe mit der Entertaste bestätigt. Es sollte sich Ihr Mail-Programm öffnen, mit dem dann eine E-Mail versendet werden kann.
Ähnlich funktioniert dies mit Dateien. Gibt man den Befehl „file:///C:/Users/Mina/Desktop/Valeera.jpg“ ein, wird das Bild mit dem Namen “Valeera” vom Desktop im Browser geöffnet.

URLs verkürzen sinnvoll?

In der Regel sind URLs sehr lang und können daher beim privaten oder geschäftlichen Verschicken schnell unpraktisch sein. Um dieses Problem zu lösen, gibt es zahlreiche Dienste, mit denen sich URLs verkürzen lassen. Hier ein anderes Beispiel von YouTube:

https://www.youtube.com/watch?v=Tm7IFsHCwAI

Dies ist die normale URL, wobei die verkürzte URL so aussieht:

https://bit.ly/3fvZDIV

In beiden Fällen kommt man auf derselben Webseite raus. Wie man sieht kommen meist sehr kurze URLs mit einer Kombination aus Buchstaben und Zahlen heraus, welche in dieser Form natürlich deutlich handlicher im Gebrauch sind. Dabei gibt es leider den Nachteil, dass der Empfänger nicht direkt sehen kann, worum es sich bei dieser verkürzten URL handelt bzw. wohin sie den Empfänger führt. Dies schreckt viele Menschen ab oder der Empfänger wird misstrauisch und ist somit ein klarer Nachteil von verkürzten URLs.

Aber auch für dieses Problem gibt es eine einfache Lösung. Wenn sich der Empfänger die Mühe macht, kann er eine verkürzte URL wieder in eine lange URL umwandeln, ohne den Link dafür anzuklicken. Dafür gibt es ebenfalls Anbieter im Internet.

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Über den Autor

Philipp Pistis ist seit 2009 Webdesigner und Programmierer. Er hat mit seinem Team bereits über 300 WordPress Projekte erfolgreich umgesetzt und teilt sein Wissen hier auf diesem Blog.

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