Meta Tags

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Meta-Tags in HTML-Dateien dienen dazu, die betreffende Internetseite für Suchmaschinen, Browser und andere Software besser erfassbar zu machen. In den Meta-Tags können etwa der Titel einer Seite festgelegt, Schlagwörter vergeben oder Informationen über den genutzten Unicode-Zeichensatz untergebracht werden. Einige Metaangaben spielen bis heute bei der Suchmaschinenoptimierung eine große Rolle. Meta-Tags werden im Head deiner Seite untergebracht und können zum Beispiel so aussehen:

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Geschichte

Meta-Angaben in HTML-Dateien gibt es bereits seit der Frühzeit des Webs in den 90er-Jahren. Viele der damals genutzten Angaben erinnern nicht von ungefähr an den Inhalt altmodischer Zettelkataloge in Bibliotheken: Titel, Autor, Sprache, Schlagwörter. Schließlich wurde das Web Ende der 80er-Jahre zunächst für den einfachen Austausch wissenschaftlicher Veröffentlichungen zwischen Universitäten entwickelt. Mit der massenhaften Verbreitung des Webs und dem Aufkommen der ersten Suchmaschinen und Webkataloge in den 90ern gewannen die Meta-Tags aber auch für die Suchmaschinenoptimierung an Bedeutung. Vor der Entwicklung von Google und dem damals revolutionären Page-Rank, waren die Meta-Angaben mit die wichtigsten Ranking-Kriterien bei der Indizierung des Webs. Entsprechend wurden Meta-Tags (vor allem die selbst definierten Schlagwörter) bald vor allem für bloßen Suchmaschinenspam genutzt und verloren schnell an Bedeutung. Der Meta-Tag für Keywords wird heute nur noch von wenigen Suchmaschinen ausgelesen und bei der Sortierung der Suchergebnisse gewertet.

Die wichtigsten Meta-Tags

Title

Die wichtigste Meta-Information, die auch von so gut wie jeder Website genutzt wird, ist der title-Tag. Im Title legst du den Titel deiner Seite fest, wie er vom Browser und auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinen angezeigt wird. Die im Titel genutzten Wörter werden von Google und den meisten (wenn nicht allen) Search-Engines bei der Suchanfragenauswertung stärker gewertet als solche, die einfach nur im Body des HTML-Dokuments vorkommen. Entsprechend wichtig ist es, dass du dir hier ausreichend Gedanken machst. Contentmanagementsysteme wie WordPress legen als Titel der Pages automatisch die Überschriften deiner Blogposts und Seiten fest. Bis zu 70 Zeichen, inklusive Leerzeichen, zeigen Suchmaschinen in den Ergebnislisten an.

Description

Im Meta-Tag Description kannst du eine ausführlichere Beschreibung deiner Seite unterbringen. Suchmaschinen werten diese heute zwar nicht mehr für das Ranking aus, allerdings wird die Meta-Description auf den Ergebnisseiten angezeigt und kann dort, wenn sie ansprechend ist, für höhere Klickraten sorgen. Von der Meta-Description zeigen die Suchmaschinen zwischen 139 und 156 Zeichen, einschließlich Leerzeichen, an.

Robots

Ähnlich wie die robots.txt enthalten auch die Robots-Metatags spezielle Anweisungen für Suchmaschinen-Crawler. Im Content-Bereich des Tags können Befehle wie index/noindex (erlaubt oder verbietet das Indizieren der betreffenden Seite) oder follow/nofollow (verbietet oder erlaubt das Verfolgen von Links auf der Seite) enthalten. Damit wird es insbesondere bei der Suchmaschinenoptimierung möglich, genau festzulegen, welche Einzelseiten eines größeren Projekts von den Suchmaschinen in welcher Form berücksichtigt werden sollen. Zusätzlich können Befehle gegeben werden, die die Anzeige von Snippets erlauben oder verbieten oder zum Beispiel die Veröffentlichung gecachter Seiten aus dem Suchmaschinenindex unterbinden. Welche der Meta-Tags berücksichtigt werden, unterscheidet sich dabei von Suchmaschine zu Suchmaschine.

Language

Über spezielle Meta-Informationen zu Sprache und Zeichensatz kann Suchmaschinen und Anzeigeprogrammen mitgeteilt werden, welcher Zeichensatz und welche Sprache auf der Seite genutzt wird. Insbesondere die korrekte Deklaration des Zeichensatzes ist wichtig, um unschöne Platzhalterzeichen wie � an Stellen zu vermeiden, wo eigentlich Ä, ŋ oder æ stehen sollten. Die korrekte Angabe der Seitensprache hilft unter anderem dabei, Übersetzungssoftware richtig zu justieren.

Viewport

In den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist auch die Angabe des Meta-Tags Viewport, mit dem du unter anderem, festlegen kannst, dass deine Seite in Abhängigkeit von den konkret zur Verfügung stehenden Gerätepixeln gerendert werden soll. Das ist insbesondere wichtig, um Suchmaschinen zu verdeutlichen, dass deine Seite mobiloptimiert ist. Vor allem Google belohnt Seiten, die auf verschiedenen Bildschirmen optimal angezeigt werden, mit besseren Rankingpositionen.

Selbstdefinierte Meta-Tags

Meta-Tags können außerdem komplett frei festgelegt werden. Zum Beispiel kannst du einen Tag wie

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festlegen, um auf einer Seite über einen Film diese Meta-Information zu kodieren. Selbstdefinierte Meta-Tags werden von Suchmaschinen und den meisten Softwareprodukten allerdings ignoriert. Dennoch kann es sinnvoll sein, diese Option im Hinterkopf zu behalten.

SEO und Meta-Tags

Meta-Tags sind eine sinnvolle Möglichkeit, um Whitehat-SEO-Maßnahmen voranzutreiben. Die saubere Auszeichnung deiner Inhalte wird von den meisten Suchmaschinen schon von Haus aus honoriert. Besonders die speziell auf Suchmaschinen ausgelegten Meta-Tags, die eine feiner granulierte Steuerung des Crawler-Verhaltens ermöglichen, geben dir darüber hinaus die Möglichkeit, feingranuliert festzulegen, wie Suchmaschinen mit deiner Seite interagieren sollen. Übrigens: WordPress setzt viele der wichtigsten Metainformationen bereits von selbst. Mit ein bisschen Aufwand kannst du aber noch wesentlich mehr aus den Metatags herausholen.

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Über den Autor

Philipp Pistis ist seit 2009 Webdesigner und Programmierer. Er hat mit seinem Team bereits über 300 WordPress Projekte erfolgreich umgesetzt und teilt sein Wissen hier auf diesem Blog.

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