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Bilder im Web

Bilder gehören bereits seit der Frühzeit des Webs zu fast jeder Website. Von animierten GIFs, über Navigationselemente, bis hin zu Artikelillustrationen: Grafiken lockern Websites auf und machen diese angenehmer zu handhaben. Doch Bilddateien haben, vor allem aus technischer Sicht, auch Nachteile. So ist zum Beispiel für Suchmaschinen nicht immer klar, was in einer Grafik dargestellt wird – wenngleich natürlich vor allem Google inzwischen auch im Rahmen der Websuche die eigenen Technologien zur Bilderkennung zur Anwendung bringt. Dazu kommt, dass Bilddaten aufgrund ihrer im Vergleich zu einer HTML-Seite vergleichsweise umfangreichen Größe mitunter nicht geladen werden können. Auch wenn heute Hochgeschwindigkeitsinternetverbindungen eher Regel als Ausnahme sind, treten, gerade im mobilen Netz, doch immer wieder Verbindungsprobleme, die die korrekte Anzeige einer Seite erschweren, auf. Fehlerhafte Serverkonfigurationen, das Verschieben oder Umbenennen von Grafikverzeichnissen oder der Einsatz von Werbe- und Trackingblockern können weitere Ursachen für die fehlerhafte Darstellung von Bildern sein. Auch Blinde und andere sehbehinderte Menschen, werden von Internetseiten, die vor allem auf grafische Elemente setzen, oft ausgeschlossen.

Das Alt-Attribut

Das Alt-Attribut, mit dem Bilddateien in HTML ausgezeichnet werden können, dient dazu, die meisten der beschriebenen Nachteile auszugleichen. Das Attribut kann dem normalen Img-Tag, mit dem Bilder in Webseiten eingebunden werden, hinzugefügt werden. Es nimmt eine Zeichenfolge als Beschreibung des Bildinhalts auf. In der Praxis sieht das dann folgendermaßen aus:

<img src="dateiname.png" alt="Das Bild zeigt eine Waldlandschaft." />

Der beschreibende Text wird immer dann angezeigt, wenn das Bild aus irgendeinem Grund nicht geladen werden kann oder soll. Insbesondere wenn Grafiken als Navigationselemente eingesetzt werden, ist das von größter Bedeutung. Aus einem zum Umblättern gedachten Pfeil nach rechts kann dann zum Beispiel der Text „Weiterblättern“ werden. Das Alt-Attribut kann, in Verbindung mit Imagemaps auch genutzt werden, um Teile eines Bildes zu beschreiben. Diese Art der Nutzung ist allerdings äußerst unkonventionell.

Nah verwandt mit dem Alt-Attribut ist das Title-Attribut, das eine etwas andere Aufgabe hat. Es wird ähnlich wie das Alt-Attribut in den Img-Tag eingebunden und kann eine Bilddatei mit zusätzlichen Informationen anreichen. Anders als das Alt-Attribut, das dazu dient einen alternativen Text zu einem Bild anzuzeigen, sollen über das Title-Attribut ergänzende Inhalte, wie zum Beispiel der Titel eines Bildes oder der Name einer Fotografin eingebettet werden. Das Title-Attribut wird von den meisten Browsern als Tooltipp angezeigt, wenn du die Maus über ein entsprechend ausgezeichnetes Bild bewegst. Früher gab es darüber hinaus das Attribut longdesc, mit dem längere Beschreibungen ergänzt werden sollen. Dieses Attribut ist inzwischen aber veraltet und sollte auf neuen Seiten nicht mehr eingesetzt werden.

Bedeutung für Suchmaschinen

Für Google und andere Suchmaschinen stellt der Inhalt von Alt-Attributen wertvolle Informationen zur Auswertung deiner Internetseite zur Verfügung. Daher wird die korrekte und ausführliche Anreicherung deiner Seite von den Ranking-Algorithmen der Engines implizit belohnt. Insbesondere wenn du Bilder einsetzt, die im Alt-Tag auch das von dir anvisierte Keyword enthalten, kann sich das positiv auf dein Ranking zu diesem Keyword auswirken. Achte aber, wie auch sonst bei der Keywordoptimierung, darauf, das Alt-Attribut dann nicht zum Keyword-Stuffing zu nutzen. Insbesondere Google fasst das sehr schnell als Spam auf und straft dich und deine Website mit einer schlechteren Platzierung ab.

Aus Perspektive der SEO solltest du außerdem verstärkt auf das Title-Attribut setzen, um deine Bilder mit nützlichen Meta-Informationen anzureichern. Suchmaschinen legen darauf größeren Wert als auf die Beschreibungen per Alt-Attribut.

Bedeutung für Menschen mit Handicap

Von größter Bedeutung ist das Alt-Attribut für Menschen, die auf die Nutzung von Screenreadern, die Websites vorlesen oder über ein Braille-Interface ausgeben, angewiesen sind. Selbst wenn du aus Kostengründen keine Zeit hast, deine Website vollständig mit Blick auf die Bedürfnisse von Menschen mit Sehbehinderung hin zu optimieren, solltest du daher das Alt-Attribut so häufig wie möglich einsetzen. Es hilft, dein Angebot mehr Menschen zugänglich zu machen. Das Internet wird damit zumindest ein bisschen barrierefreier.

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Über den Autor

Philipp Pistis ist seit 2009 Webdesigner und Programmierer. Er hat mit seinem Team bereits über 300 WordPress Projekte erfolgreich umgesetzt und teilt sein Wissen hier auf diesem Blog.

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